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Die freie Familie als Keimzelle gesunden Bewusstseins

Die Bildung der freien Familie als großer Bewusstseinsprozess

Die Familie als Nest der initialen Menschwerdung ist ein elementarer Faktor des Daseins.
Daher spielte das Thema „Familie“ natürlicherweise auch eine bedeutende Rolle beim 1. Online Bewusstseinskongress 2015.

http://bewusstseinskongress2015.com/

Mit der Diplompsychologin Stefanie Bruns sprachen wir beim Kongress über die freie Familie. Wichtige Aspekte hierbei waren die Grundpfeiler einer gesunden Kindesentwicklung, das Durchbrechen von ungeliebten Mustern im Umgang mit der Familie im Alltag, die Bedeutung der freien Familie, gelungene Kommunikation in täglichen Beziehungen und Tipps zum Umgang mit kindlicher Wut und Aggression.

Das Buch von Dayna Martin „Die freie Familie“ findet neben vielen anderen Literaturempfehlungen zum Thema auch Erwähnung in unserem Interview und darauf möchte ich hier näher eingehen. Die Werte der freien Familie werden in dem kleinen, aber gewichtigen Werk von Dayna Martin umfassend dargestellt und erläutert. Die Lektüre bietet spannende Einblicke in den Alltag und die Prioritäten der Martins, die sich als Radical Unschoolers bezeichnen. Ihre Kinder gehen nicht in eine Schule und werden auch nicht zuhause unterrichtet. Sie wachsen dabei an der Basis des bedingungslosen Vertrauens, das ihnen entgegengebracht wird.

Es geht um nicht weniger als einen bahnbrechenden Ansatz von Elternschaft, der die Kinder nicht als Lehrlinge von Erwachsenen begreift, sondern von Anfang an als mündige Wesen, deren natürlicher Wissensdrang gefördert wird. Diesem Ansatz geht die Herangehensweise des Attachment Parenting voran, die eine natürliche, instinktive Herangehensweise ans Elternsein bedeutet, bei der die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind gefördert wird und im Vordergrund steht.

Dayna Martins Ansichten entwickelten sich u.a. aus den Gedanken John Holt´s (Pädagoge und Visionär, 1923-1985), der nichts von formaler Bildung hielt und entschieden gegen die Praxis eintrat, Kinder gegen ihren Willen zum Lernen zu zwingen. Er war der Überzeugung, dass es ein Grundrecht aller Menschen ist, selbst zu entscheiden, was sie lernen und denken möchten.

In einer Gesellschaft, wo man es gewohnt ist, gesagt zu bekommen wie man zu denken und zu handeln hat, mag sich das ungewöhnlich anhören. Dennoch gibt es immer mehr Berichte von Eltern aus der ganzen Welt, die von dem Nebeneffekt des „Glücklich-Seins“ als Folge des bedingungslosen Vertrauens berichten, das sie ihren Kindern entgegenbringen.

Martin sagt dazu:

„Es wird Zeit, uns für einen Paradigmenwechsel zu öffnen und uns als Eltern weiterzuentwickeln. Erzwungenes Lernen hat negative Auswirkungen, es beeinflusst in drastischer Weise den Selbstwert eines Kindes und erzeugt eine Antipathie gegen das Lernen. Lebenslanges Lernen hingegen ist so natürlich wie das Körperwachstum oder der emotionale Reifungsprozess. Meine Kinder verfolgen ihre Interessen. Ich bin mir gewiss, dass meine Kinder sämtliche Kenntnisse und Fertigkeiten erlangen werden, die sie für ihre ureigenen Ziele im Leben benötigen. Ich habe schon immer darauf vertraut, dass sie das tun würden und so geschah es bislang auch. Dabei sehe ich mich nicht als Lehrerin, sondern eher als Lernbegleiterin. Ich stelle mich nicht vor sie und kippe Wissen in sie als sei ich eine allwissende Autorität. Meine Aufgabe besteht darin, ihnen so viel wie möglich von der Welt aus so vielen Quellen wie möglich zu geben, so dass sie daraus ihre Interessen finden und diesen nachgehen können. Mein Mann und ich sind immer für sie da und helfen ihnen, wo wir können. Unsere Aufgabe besteht darin uns jederzeit einzubringen und jederzeit praktische Hilfe zu leisten. Unsere Kinder wissen, dass wir in jedem Moment ansprechbar sind, sie ernst nehmen und dass sie immer ein offenes Ohr für ihre Angelegenheiten bei uns finden. Es fühlt sich prima an, ihnen zur Seite zu stehen.“

Mittlerweile belegen sogar Studien, dass die Trennung von den Eltern für kleine Kinder eine erhebliche Belastungssituation darstellt, und dass Kinder bis zum 8. Lebensjahr in der Regel am Besten bei den Eltern aufgehoben sind, solange es sich um eine liebevolle Umgebung handelt. Die sichere Bindung stellt die natürliche und gesunde Seinsart für den Menschen dar. Diese entwickelt sich aus einer festen Basis der Liebe und des Vertrauens zwischen Eltern und Kind.

Dabei geht es keinesfalls darum, ausschließlich die Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen, sondern eine Umgebung zu entwickeln, in der die Bedürfnisse der Familienmitglieder gleichermaßen Berücksichtigung finden. All dies sind Prozesse, die sich erst entwickeln müssen, insbesondere wenn man in Mustern des erzwungenen Gehorsams aufgewachsen ist. Es geht vielmehr darum, Entscheidungen zu treffen, die die Familie im Mittelpunkt sehen. Vieles entwickelt sich dann von selbst und anderes bedarf immer wieder der Korrektur und Neuausrichtung.

Generell zu Kommunikation sagt Dayna Martin:

„Wir sprechen über Gemeinsamkeiten, nicht über das, was uns trennt. Ich konzentriere mich nicht darauf, was wir nicht gemeinsam haben. Ich nehme mir für jede Begegnung vor, in Verbindung zu kommen. Wir leisten einen Beitrag die Welt zu verbessern, indem wir die in diesem Buch beschriebenen Ansichten leben.Wir beeinflussen damit den Lauf menschlicher Geschichte. Ich bin so dankbar für die Gelegenheit, Eltern beim Erwachen überall auf dieser Erde behilflich zu sein. Die Welt braucht unsere Kinder. Sei Teil dieser Wende!“

Die Familie Martin genießt es, den ganzen Tag über gemeinsam zu verbringen, täglich ihren Neigungen nachzugehen und das Leben ihrer Träume zu leben.

www.daynamartin.com

Die freie Familie umfasst also Freiheit auf vielen verschiedenen Ebenen und diese muss oft erarbeitet werden und mag sich an vielen Stellen ungewohnt anfühlen. Doch wenn die Ausrichtung auf Bindung statt Trennung und auf Einfühlung statt Erziehung liegt, wird auch die Beziehung zum eigenen Selbst mit der Zeit stärker und das intuitive Wissen immer leichter zugänglich. Damit werden dann die eigenen Bedürfnisse und die der Familie immer leichter erkennbar und mit der Zeit fällt dann auch die Umsetzung der neuen Werte immer leichter.

Die Bedeutung der sicheren Bindung wird immer deutlicher. Auch für die gesunde Bewusstseinsentwicklung des Menschen ist sie unerlässlich. Daher ist es auch für uns außerordentlich wichtig, in diesem Bereich weiter zu forschen und neue Einsichten zu gewinnen, die Kindern Glück und Erfüllung ermöglichen. Die Familie ist der ideale Ort, um die Fähigkeiten zu erlangen, die für Beides wichtig sind. Doch auch wer nicht in seiner Ursprungsfamilie sichere Bindung und bedingungsloses Vertrauen erfahren durfte, kann gerade jetzt in seiner Familie die Möglichkeit nutzen, um diese Elemente zu integrieren und Transformation zu erfahren.

Es lohnt sich sicher für die ganzheitliche Entwicklung des Bewusstseins, das Selbst, für die Kinder, für die Familie, für den Frieden und für die Welt.

Was hältst Du von dem Ansatz der freien Familie ? Schreibe uns gerne und hinterlasse hier einen Kommentar.

3 thoughts on “Die freie Familie als Keimzelle gesunden Bewusstseins

  • 6. November 2015 at 9:00
    Permalink

    Guten Morgen

    Der Ansatz der freien Familie ist toll. Vieles davon haben wir selbst umgesetzt.

    Dieser Satz: “Die Familie Martin genießt es, den ganzen Tag über gemeinsam zu verbringen, täglich ihren Neigungen nachzugehen und das Leben ihrer Träume zu leben.”

    Da frage ich mich, wovon lebt diese Familie? Unter der Adresse http://www.dayna-martin.com erhalte ich nur eine Seite mit Werbung, aber nichts über diese Familie.

    Zurück zur interessanten Frage: “Wovon lebt diese Familie?” Wir brauchen doch alle eine Unterkunft, auch ein Minimum an Geld, sogar als Selbstversorger. Wie wird das nötige Geld beschafft bei dieser absoluten traumhaften Lebensweise? Ich glaube auch nicht, dass sich diese Familie fern von der Gesellschaft bewegen sollte. Wie lassen sich diese beiden Aspekte glanzvoll integrieren?

    Auf eine Antwort bin ich gespannt.

    Liebe Grüsse

    Ariane

    Reply
    • 20. December 2015 at 17:37
      Permalink

      Liebe Ariane, soweit ich weiß, besitzt die Familie Martin ein grosses Grundstück im Wald in den USA. Dayna Martin ist als bekannte Rednerin in Sachen freie Bildung und freie Familie unterwegs. In Deutschland ist sie so gut wie unbekannt. Ihr Mann ist glaube ich, Tischler und arbeitet mit Holz. Die Familie steht mitten in der Gesellschaft und Frau Martin ist eine glühende Verfechterin von John Holts Ansichten und des Radical Unschooling, für das sie entschieden eintritt. Das im Artikel empfohlene Buch von ihr ist beim tologo Verlag erhältlich und eine wahre Inspiration !

      Beinahe hätte ich Deinen Kommentar übersehen. Wir sind auf Reisen. Jetzt bin ich froh, daß ich Dir antworten konnte.

      Herzliche Grüße und schöne Weihnachten

      Mine

      Reply

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